Diakoniemuseum Rummelsberg

 


Ausblick auf die neue Ausstellung
“Ferne Nächste. Weltweite Diakonie aus Bayern””

Ab September: 100 % NEU

Das Diakoniemuseum in Rummelsberg hat zu wenig Platz für Dauer- UND Wechselausstellungen.

Wir machen aus der Not eine Tugend und bauen – als eines der ganz wenigen Museen in Bayern – alle zwei Jahre die gesamte Präsentation vollständig um.

Ab 25. September 2020 zeigen wir für etwa zwei Jahre die Ausstellung „Ferne Nächste. Weltweite Diakonie aus Bayern“.

Seit über 200 Jahren zogen Menschen aus dem heutigen Bayern in die Welt, um zu helfen – als Krankenpfleger oder Arzt, als Lehrerin, Krankenschwester, als Handwerker mit christlichem Ethos oder einfach nur als Missionar mit hohem sozialem Gespür. Johann Lauterbach aus Heinersreuth/Ofr. baute die erste Orgel Südafrikas. Ernst Faber aus Coburg half, obwohl nur als Theologe ausgebildet, tausenden von Chinesen erfolgreich gegen Augenleiden. Die Augsburger Missionarstochter und Diakonisse Hildegard Ellwein versorgte eine kleine Krankenstation im indischen Pandur. Der Rummelsberger Diakon Johann Buchta aus Stammbach wirkte als erster Europäer in der Massai-Steppe am Kilimandscharo. Die Hensoltshöher Diakonisse Johanna Bock leitete über vier Jahrzehnte ein Diakonissenhaus in den Niederlanden.

Die Ausstellung skizziert solche spannenden Lebensläufe und benennt dabei auch Probleme wie die Einbettung der Mission im 19. Jh. in die Kolonialpolitik oder die Neigung von manchen Missionaren zum Nationalsozialismus. Im zweiten Teil der Ausstellung geht es um den strukturellen Wandel von Mission mit integrierter Sozialarbeit zu moderner Entwicklungspolitik und diakonischer Partnerschaft.

An der Ausstellung beteiligen sich wieder mehrere Partnerorganisationen, darunter alle vier bayerischen Diakonissenhäuser und mehrere Missionshäuser. Neben Bildern und Texten werden Zeitzeugenvideos, historische Stummfilme aus den 1920er Jahren und ungewöhnliche bis kuriose Objekte zu sehen sein – wie etwa ein Fußtrittbohrer der Dentistin Kunigunde Brunner, die als Hensoltshöher Diakonisse jahrzehntelang in China und Taiwan wirkte, oder Erinnerungsstücke von Diakon Friedrich Schneider aus seiner Zeit als Krankenpfleger bei den Massai.

Zur Ausstellung erscheint wieder ein umfangreicher und reich bebilderter Begleitband.


Das Diakoniemuseum Rummelsberg in der Gemeinde Schwarzenbruck bei Nürnberg besteht seit 2015. Es informiert in wechselnden Ausstellungen über die Geschichte der evangelischen Wohlfahrtspflege in Bayern.

Die Rummelsberger Diakonie plant, das Diakoniemuseum zum Diakoneum weiterzuentwickeln. Nähere Informationen finden Sie hier .

 

Feldlazarett und Wanderkino

Die Innere Mission in Bayern zwischen Kaiserreich und Weimarer Republik

Ausstellung im Diakoniemuseum Rummelsberg
25. September 2018 – 19. Juli 2020

November 1918: Der Erste Weltkrieg ist zu Ende. Das deutsche Kaiserreich ist Geschichte. Neue demokratische Staaten und neue evangelische Kirchen entstehen – auch in Bayern. „Feldlazarett und Wanderkino“ weiterlesen

Leicht verständliche Sprache

Feldlazarett und Wanderkino – Ausstellungs-Texte in leicht verständlicher Sprache

Alle Ausstellungs-Texte gibt es in leicht verständlicher Sprache.
Dafür benötigen Sie die capito App.

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Aktuelles

Publikationen & Filmverleih

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges entdeckten Kirche und Diakonie in Bayern das noch junge Medium des Filmes. Die Filmvorführer der neu gegründeten Evangelischen Bildkammer in Nürnberg bereisten ab 1926 nahezu alle evangelischen Gemeinden Bayerns und faszinierten ihr Publikum im größten Wanderkinobetrieb Süddeutschlands – viele Menschen auf dem Land sahen damals zum ersten Mal überhaupt laufende Bilder. Binnen weniger Jahre lockten die Filme mindestens drei Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer an. Oft fanden die Vorstellungen in den Kirchen statt.
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